Muss ich Geld schon vor meiner Reise umtauschen? Brauche ich eine Kreditkarte? Kann ich auch mit meiner EC-Karte bezahlen?
Auf dieser Seite findest du alle wichtigen Infos zum Geldverkehr in Argentinien.
Ähnlich wie in Deutschland spielt Bargeld in Argentinien im Alltag die größte Rolle. Egal ob beim Bäcker oder Gemüsehändler, am Kiosk oder im Taxi - Plastikgeld alleine bringt einen in alltäglichen Situation nicht weiter.
Geld vor der Reise umzutauschen lohnt sich in der Regel nicht, da der Wechselkurs dann meist sehr schlecht ist. Falls doch gewünscht, reicht ein kleiner Betrag (etwa 50 bis 100 Euro) auf jeden Fall aus. Die ausländischen Devisen müssen bei der Bank vorbestellt werden.
Nach Ankunft in Argentinien bieten im Flughafengebäude mehrere Bankschalter den Tausch von Bargeld an. Aber auch hier ist der Wechselkurs nicht optimal. Besser ist es die Geldautomaten in der Empfangshalle zu nutzen.
Die argentinische Landeswährung ist der Peso (1 Peso = 100 Centavos).
Die im internationalen Zahlungsverkehr übliche Abkürzung "ARS" ist im argentinischen Alltag nicht gebräuchlich. Stattdessen wird auf Preisschildern das Dollarzeichen "$" verwendet, was bei ausländischen Touristen für Verwirrung sorgen kann. Erschwerend kommt noch hinzu, dass in manchen Fällen (z.B. für Reisen, Hotels oder Luxusgüter) die Preisangaben in US-Dollar statt Peso gemacht werden (dann mit "USD" oder "US$" gekennzeichnet).
Wichtig: In kleineren Läden, am Kiosk oder im Taxi werden 50er und 100er Geldscheine meist nicht akzeptiert. Für öffentliche Verkehrsmittel benötigt man Münzen.
Falschgeld ist in Argentinien leider ein allgegenwärtiges Problem. Und besonders unerfahrenen Touristen werden z.B. im Taxi immer wieder falsche Banknoten angedreht.
Unser Tipp: Beim Bezahlen mit größeren Geldscheinen die letzten zwei Stellen der Seriennummer merken und Wechselgeld sofort auf Echtheit prüfen (Wasserzeichen, Sicherheitsfaden, Papierqualität). So machen es auch die Einheimischen.
Diese Frage können wir mit einem klaren "Ja" beantworten. Kreditkarten bieten nicht nur Sicherheit und Flexibilität, in manchen Situation geht es auch gar nicht ohne:
sind nur einige typische Beispiele, bei denen es ohne Kreditkarte nicht geht. Darüber hinaus kann man mit einer Kreditkarte in allen größeren Supermärkten, Restaurants und vielen anderen Stellen bequem bargeldlos zahlen.
Kreditkarten werden in Argentinien an allen Geldautomaten akzeptiert und hier bekommt man auch den besten Wechselkurs. Alternativ kann man sich oft auch am Bankschalter mit Kreditkarte und Reisepass Bargeld auszahlen lassen. Die meistgenutzten Kreditkarten sind Visa und MasterCard. Andere (American Express, Diners Club etc.) sind nicht zu empfehlen. In beiden Fällen fällt allerdings eine Gebühr an.
Unser Tipp: Die Visa-Karte der DKB ist kostenlos und man kann damit weltweit an jedem beliebigen Geldautomaten gebührenfrei Geld abheben. Ideal also auch, um selbst Kleinstbeträge für den täglichen Bedarf abzuheben.
Die EC-Karte empfehlen wir als alternatives Zahlungsmittel zur Sicherheit mitzunehmen, falls z.B. mal der Magnetstreifen der Kreditkarte beschädigt wird. Man kann damit ebenfalls an Geldautomaten Bargeld beziehen und auch in vielen Supermärkten oder am Ticketschalter kann man damit bargeldlos zahlen.
Wichtig: EC-Karten werden nur dann im Ausland akzeptiert, wenn sie das Maestro oder Cirrus Logo (bei älteren Karten) tragen. Heute ist dies bei EC-Karten in der Regel immer der Fall. Falls nicht, sollte man sich bei seiner Bank erkundigen und sich ggf. eine neue Karte ausstellen lassen.
In Argentinien ist es grundsätzlich üblich, sich beim bargeldlosen Zahlen mit Kredit- oder EC-Karten auszuweisen und die Reisepassnummer auf dem Beleg zu notieren. Eine Kopie des Reisepasses sollte man stets mit sich tragen.
In Ausnahmefällen kann es vorkommen, dass Geldautomaten in Argentinien nur Beträge bis 300 Pesos pro Transaktion auszahlen. Ist dies der Fall, kann man aber in der Regel nacheinander weitere Abhebungen vornehmen (bis zu zehn Transaktionen pro Tag). Allerdings fällt für jede Geldabhebung eine Gebühr an. Mit einer gebührenfreien Kreditkarte wie der DKB Visa Karte kann man solche Kosten vermeiden.
Reiseschecks bzw. Traveler's Cheques haben mit der Verbreitung von Kreditkarten deutlich an Bedeutung verloren. In Argentinien werden sie meist nur von Banken und Wechselstuben akzeptiert und beim Tausch fällt eine Gebühr an. Wer ein paar Reiseschecks als "Notgroschen" mitführen möchte, sollte nur solche von American Express nutzen und auch nur in US Dollar. Der Kaufbeleg der Bank und die Reiseschecks müssen unbedingt getrennt aufbewahrt werden, da nur so bei Verlust eine Erstattung möglich ist.
In Argentinien und auch in allen anderen Ländern Südamerikas gibt es an jedem Ort gleich mehrere Geschäftsstellen von Western Union. Gerät man mal in eine finanzielle Notlage, können Freunde oder Verwandte einem binnen weniger Minuten per Western Union Geld zukommen lassen. Über die Website von Western Union kann man sich die weltweiten Geschäftsstellen anzeigen lassen. Einzahlungen sind in Deutschland z.B. bei der Post oder vielen Banken möglich. Möchte man online Geld versenden, muss man sich zunächst per PostIdent verifizieren lassen.
Wie in vielen anderen Entwicklungsländern auch, gibt es in Argentinien eine deutlich höhere Inflationsrate als bei uns in Deutschland. Die Preise für Güter und die allgemeinen Lebenshaltungskosten können davon stark beeinflusst werden.
Grundsätzlich gilt, dass Produkte aus argentinischer Herstellung am preiswertesten sind. Das gilt insbesondere auch für Lebensmittel. Verglichen mit deutschen Preisen sind solche Produkte oft deutlich billiger (50% oder mehr) als in Deutschland. Dies gilt auch für Restaurants, Bars, Supermärkte u.ä.
Produkte die aus dem Ausland importiert werden müssen sind hingegen vergleichsweise teuer und in manchen Fällen sogar teurer als in Deutschland.
Oft werden wir von unseren Teilnehmern gefragt, wieviel Taschengeld man für den Alltag in Argentinien einplanen sollte. Unserer Erfahrung nach reichen für die einfache Freizeitgestaltung innerhalb einer Stadt etwa 100 bis 150 Euro im Monat aus. Individuelle Vorlieben können den Geldbedarf aber erheblich beeinflussen.
In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires muss man zudem grundsätzlich mit teils deutlich höheren Kosten rechnen (30% oder mehr im Vergleich zu Córdoba oder Rosario; in Clubs und Diskotheken 50% oder mehr).